Wie reagieren Bremsscheiben bei Schnee und Eis?

Der Winter hat Deutschland fest im Griff und stellt nicht nur Autofahrer, sonder auch ihre Fahrzeuge auf eine harte Probe.Vor allem der Bremsanlage, und zwar insbsondere den Bremsscheiben, wird hier eine Menge abverlangt. Gerade wenn die Straßen glatt sind, kommt es darauf an, dass die Bremsscheiben im besten Zustand sind und dass der Fahrer sein Auto unter Kontrolle halten kann.

Viele Autofahrer verlassen sich bei Glatteis darauf, dass ihr Antiblockiersystem (ABS) schon dafür sorgen wird, dass nichts passiert. Doch der Automobilclub Europa (ACE) warnt davor, sich blind auf ABS und den Schleuderschutz ESP zu verlassen. Die beiden Systeme würden auf glatten Straßen nur begrenzt helfen. Für alle Fahrer, egal ob von modernen oder älteren Wagen, gelte: um gefährliche Situationen zu vermeiden sollte man mit gedrosseltem Tempo und erhöhter Vorsicht fahren.

Wenn die Straßen von Schnee und Eis bedeckt sind, fordern sie die volle Konzentration des Fahrers. Schon ein kleiner Fahrfehler oder ein Moment der Unachtsamkeit können bereits zu schweren Unfällen führen. Außerdem ist ausreichender Sicherheitsabstand gerade bei widrigen Verkehrsverhältnissen wichtig. Wer mit Tempo 130 km/h auf der AUtobahn unterwegs ist, muss bei Glatteis einen Bremsweg von rund 800 Metern einrechnen. Ein Sicherheitsabstand von nur 10 oder 20 Metern ist hier viel zu wenig. Das gilt übrigens auch bei trockerner Fahrbahn. Der Sicherheitsabstand zwischen Pkw sollte als Faustformel circa die Hälfte der Geschwindigkeit betragen. Bei 130 km/h sollten es also mindestens 65 Meter sein.

Wer einige Regeln befolgt und sich rechtzeitig für den Winter wappnet, der ist sicherer unterwegs. Der Auto-, Motor- und Radfahrerbund Österreich empfiehlt, die folgenden Regeln zu beachten, um möglichst sicher durch den Winter zu kommen.

Ruhe bewahren. Wenn das Heck ausbricht, sollte man in die selbe Richtung lenken, zu der es ausbricht. Wenn man beim Bremsen ind Schleudern gerät, sollte man direkt die Bremse lösen. Beim Korrekturvorgang auf keinen Fall bremsen.

Wenn das Auto ein Schaltgetriebe hat, sollte man die Kupplung treten, da so auch die angetrieben Räder den vollen Grip bekommen.

Ruckartige Lenkbewegen und unnötige Überholmnöver sollten unbedingt vermieden werden. Außerdem sollte man in Kurven weder beschleunigen noch bremsen, wenn es sich vermeiden lässt. Auch die Drehzahl sollte noch vollständig ausgenutzt werden, besser ist es, mit niedriger Drehzahl zu fahren.

Falls das Auto kein ABS hat, ist die sogenannte „Stotterbremse“ am effektivsten. Das bedeutet, dass man die Bremse in kurzen Abständen tritt und wieder löst, um ein Ausbrechen des Hecks zu vermeiden.

Übrigens sollte man im Winter häufiger mal nach dem Zustand der Bremsscheiben schauen. Die Nässe und das Salz auf der Straße haften an den Bremsscheiben an und sorgen für Streifen auf den Scheiben. Außerdem rosten Bremsscheiben im Winter schneller. Die Streifen gehen aber nach dem Winter von alleine wieder weg.

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