Lexikon

ABS:
Die Abkürzung ABS steht für Antiblockiersystem und beschreibt eine elektronische Regelvorrichtung, die beim Bremsen übergroßen Schlupf zwischen Reifen und Fahrbahn vermeiden und damit die Lenkfähigkeit und die Seitenführung erhalten soll. An jedem Rad wird die Umfangsgeschwindigkeit mit einem Drehzahlmesser gemessen. Der Drehzahlgeber an jedem Rad liefert elektrische Impulse, die im elektronischen Steuergerät zur Steuerung der Ein- und Auslassventile des ABS verarbeitet werden.
Weiter Infos zum Thema ABS finden Sie hier

Auflaufbremse:
Die Auflaufbremse ist eine mechanische Bremsanlage, bei der die zur Erzeugung der Bremskraft benötigte Energie durch Auflaufen des Anhängers auf das Zugfahrzeug entsteht.

Bremsassistent:
Der Bremsassistent ist ein elektronisch gesteuertes System, das dafür sorgt dass das Fahrzeug bei Notbremsungen auch dann dann gebremst wird wenn der Fahrer das Bremspedal nicht mit ganzer Kraft tritt.

Bremsbelag:
Die Bremsbeläge sind auf den Bremsbacken angebracht, sie werden gegen die Bremsscheibe gedrückt, wodurch das Fahrzeug abgebremst wird. Der dabei entstehende Abrieb führt zum Verschleiß der Bremsbeläge. Aus diesem Grund müssen diese regelmäßig erneuert werden.

Bremse:
Die Bremsen sind für das Entschleunigen bzw. Zumstillstandbringen des Fahrzeuges zuständig. Zu den Bremsen zählen die Fußbremse bzw. Betriebsbremse genauso wie die Handbremse bzw. Feststellbremse. Weitere Informationen zur Bremse finden Sie hier.

Bremsfläche:
Als Bremsfläche wird jene Fläche bezeichnet, die über die Wirkung der Bremsanlage entscheidet. Hier wird die Reibungsenergie in Wärme umgewandelt. Mehr Informationen gibt es beim Technik-Lexikon.

Bremsflüssigkeit:
Als Bremsflüssigkeit bezeichnet man ein Druckübertragungsmittel für Bremsen. Die Flüssigkeit ist auf Alkoholbasis aufgebaut und wirkt nicht korrodierend, das bedeutet sie sorgt nicht für Rost bzw. Rostschäden außerdem greift sie das Gummi der Bremsschläuche nicht an. Die Bremsflüssigkeit stockt erst bei -40°C, das heißt dass sie erst ab dieser Temperatur nicht mehr sichtbar fließt. Da sie auf Alkoholbasis aufgebaut ist friert sie nicht wirklich ein.

Bremskraftverstärker:
Bremskraftverstärker sind Einrichtungen, die die Fußkraft des Fahrers noch weiter verstärken und wird bei hydraulischen Bremsen eingesetzt. Bremskraftverstärkung kann sowohl durch Saugkraft als auch durch Druckluft erzielt werden. bei PKW werden hauptsächlich Unterdruck-Bremskraftverstärker verbaut. Diese erzeugen die Hilfskraft mittels einer Druckdifferenz.

Bremssattel:
Im Bremssattel befinden sich die Bremszylinder bei einer Scheibenbremse. Bei Bremssätteln wird zwischen Festsätteln und Schwimmsätteln unterschieden. Für weitere Informationen kann hier geschaut werden.

Bremsscheibe:
Stahlscheibe, gegen die die Bremsbeläge gedrückt werden, um das Fahrzeug abzubremsen. Sie ist mit dem Nabenkörper starr verbunden und etwa sieben bis acht Millimeter dick. Auch die Bremsscheibe kann verschleißen, es können Rillen und Unebenheiten entstehen. Dann müssen die Bremsscheiben achsweise erneuert werden, am besten zusammen mit den entsprechenden Bremsbelägen.

ESP
ESP steht für elektronisches Stabilitätsprogramm und bezeichnet ein elektronisch gesteuertes Fahrassistenzsystem für Kfz, das durch gezieltes Abbremsen einzelner Räder dem Ausbrechen des Wagens entgegenwirkt. ESP ist eine Erweiterung des ABs und wird meistens mit einem Bremsassistenten kombiniert.

Hauptbremszylinder:
Der Hauptbremszylinder bringt die Pedalkraft als Druck in das hydraulische System ein. Normalerweise geschieht dies für beide Kreise gleichzeitig. Wenn einer der Kreise undicht wird, soll er den verbliebenen intakten Bremskreis gegen diesen abdichten. Der Druckpunkt muss in jedem Fall erreicht werden, bevor das Bremspedal das Bodenblech erreicht.

Parkbremse:
Die Parkbremse wird auch Feststellbremse genannt und ist eine Bremse, die die Räder eines Fahrzeugs dauerhaft blockiert. Durch sie kann das Auto abgestellt werden, ohne dass es ungewollt davonrollt. Die Feststellbremse von PKW wird meistens als Seilzugbremse mit Hand- oder Fußhebel betrieben. Daher stammt auch der Name Handbremse. Seit neuestem werden auch elektrisch wirkende Handbremsen eingesetzt.

Scheibenbremse:
Im Gegensatz zur Trommelbremse ist die Scheibenbremse eine Bremsvorrichtung, die aus Bremssattel mit Bremszangen und Bremsklötzem sowie der Bremsscheibe besteht. Wenn das Bremspedak getreten wird, drückt der Flüssigkeitsdruck die beiden Bremskolben in der Bremszange gegen die Reibklötze. Diese Reibklötze erzeugen an der Bremsscheibe eine reibung, die diese und damit das Rad verzögert.
Bei nahezu allen heutzutage gebauten PKW werden Scheibenbremsen verwendet.

Trommelbremse:
Die Trommelbremse wird immer seltener verwendet, da sich die Scheibenbremse durchgesetzt hat, sie kommt allerdings noch ab und zu an Hinterachsen vor. Es handelt sich hier um eine Innenbackenbremse, die aus einer Ankerplatte besteht, auf welche der Radbremszylinder fest und die Bremsbacken beweglich gelagert sind. Wenn das Bremspedal betätigt wird, drückt der im Hauptbremszylinder aufgebaute Druck die Kolben des Radbremszylinders auseinander und damit auch die Bremsbacken gegen die Innenfläche der Bremstrommel. Die Reibung, die dadurch erzeugt wird, verzögert die Bremstrommel und somit das auf ihr montierte Rad.